WaT heute durch unsere Wasserleitungen fließt, könnte morgen Millionen Haushalte heizen!
Wärme aus Trinkwasser, das ist neu für Deutschland, aber nicht mehr für uns. Wir haben gemeinsam mit der Avacon Wasser und unseren Partnern diese neue Energiequelle in der Hansestadt Lüneburg erschlossen.
Die Idee ist simpel, aber wirkungsvoll: Ein kleiner Teil der im Trinkwasser enthaltenen Wärme wird über einen Wärmetauscher entnommen, mittels Wärmepumpe nutzbar gemacht und das Wasser anschließend wieder ins Versorgungsnetz zurückgeführt. Die Trinkwasserqualität und Versorgungssicherheit bleiben dabei jederzeit geschützt, da ein Zwischenkreislauf mit voll-entsalztem Wasser eingebaut ist. So kommt das Trinkwasser nie mit den Anlagen in Berührung.
➡️ Bundesweit könnten so theoretisch rund 7,3 Terawattstunden Wärme pro Jahr erschlossen werden. Das entspricht etwa 14 % der heutigen Fernwärmenutzung privater Haushalte
➡️ Für Lüneburg könnte die Technologie perspektivisch bis zu 25 Prozent des heutigen Wärmebedarfs decken
➡️ Zusätzliche Flächen, tiefe Bohrungen oder neue Netze sind dafür nicht erforderlich
Gemeinsam sind wir davon überzeugt, dass man’s einfach mal machen muss. In den nächsten Monaten werden nun intensiv wissenschaftliche Messungen zu den Standardparametern der Wasserwirtschaft und Mikrobiologie erhoben. Darüber hinaus werden noch bis auf die kleinsten Ebenen weitere Messungen erheben, um den Beweis zu erbringen, dass hier keine Gefahr für unser Trinkwasser besteht zu verunreinigen.
In Deutschland ist die energetische Nutzung von Trinkwasser derzeit trinkwasserrechtlich nicht regelhaft vorgesehen. Unser Ziel: Die Ergänzung bzw. Anpassung des § 13 Abs. 6 der Trinkwasserverordnung.