Pressemitteilung —
Avacon zeigt Perspektiven für das Stromnetz der Zukunft auf
- Bis 2035 weist der Avacon-Netzausbauplan einen Bedarf an Modernisierung, Verstärkung und Neubau von rund 11.700 Kilometern Stromleitungen aus – bis 2045 rund 16.200 Kilometer.
- Vom Leitungsbedarf bis 2035 entfallen rund 63 Prozent auf Niedersachsen, 27 Prozent auf Sachsen-Anhalt und 9 Prozent auf Hessen. Die regionale Verteilung bleibt bis 2045 weitgehend unverändert.
- Bis 2035 sieht die Planung 245 Neubauten und 117 Erweiterungen von Umspannwerken sowie Maßnahmen an rund 5.400 Ortsnetzstationen vor.
Zum Anpfiff der zweiten Energiewende-Halbzeit zeigt Avacon mit seinem Netzausbauplan 2026 den Entwicklungsbedarf der Stromnetze bis 2045 auf. Grundlage sind Prognosen, die von zusätzlicher Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und einem wachsenden Strombedarf ausgehen. Daraus ergibt sich bis 2035 ein Bedarf an Modernisierung, Verstärkung und Neubau von rund 11.700 Kilometern Stromleitungen. Davon entfallen rund 63 Prozent auf Niedersachsen, 27 Prozent auf Sachsen-Anhalt und 9 Prozent auf Hessen. Bis 2045 steigt der Gesamtbedarf auf rund 16.200 Kilometer; die Verteilung auf die Bundesländer bleibt dabei weitgehend unverändert.
Frank Schwermer, Geschäftsführer Avacon Netz GmbH, sagt: „Unsere diesjährige Netzausbauplanung berücksichtigt die konkreten Entwicklungen in Industrie und Gewerbe, bei der Elektromobilität sowie beim Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort. Darauf aufbauend haben wir modelliert, wie ein Netz aussehen könnte, das ohne Engpässe auskommt. Das gibt unseren Partnern und Kunden Orientierung.“
Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender von Avacon, ergänzt: „Damit aus den Planungen konkrete Schritte werden, brauchen Netzbetreiber wie Avacon verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und deutlich schnellere Genehmigungsverfahren. Der Gesetzgeber ist gefordert, dafür die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen – damit die Energiewende vorankommt und Wertschöpfung in unseren Regionen entstehen kann.“
Bedarf an neuen und erweiterten Umspannwerken
Neben den Leitungsmaßnahmen umfasst der bis 2035 ermittelte Bedarf insgesamt 362 Vorhaben an Umspannwerken: 245 Neubauten und 117 Erweiterungen. Hinzu kommen Maßnahmen an rund 5.400 Ortsnetzstationen. Für den Zeitraum bis 2045 ergeben sich insgesamt 411 Maßnahmen an Umspannwerken. Damit entfallen fast 90 Prozent der bis 2045 vorgesehenen Maßnahmen an Umspannwerken bereits auf den Zeitraum bis 2035.
Aus- und Neubau sind dabei nicht die einzigen Ansätze. Auch eine stärkere Auslastung vorhandener Leitungen und Anlagen sowie ein optimierter Netzbetrieb sind Teil der Planung. Dazu zählt das Freileitungsmonitoring, mit dem sich die vorhandene Übertragungskapazität besser nutzen lässt.
Mehr Kapazität für Strombezug und Einspeisung
Ob eine große Fabrik Strom für ihre Produktionsanlagen aus dem Netz bezieht oder ein Windpark Strom ins Netz einspeist: Für beides muss ausreichend Netzkapazität zur Verfügung stehen. Die erwartete Entwicklung von Stromerzeugung und -verbrauch macht deutlich höhere Kapazitäten der Umspannwerke im gesamten Avacon-Netzgebiet erforderlich.
Beim Strombezug liegt der ermittelte Bedarf laut Planung bis 2035 fast doppelt so hoch wie heute und bis 2045 rund 130 Prozent über dem heutigen Niveau. Die installierte Einspeiseleistung steigt laut Planung bis 2035 auf etwa das Dreifache und bis 2045 auf etwa das Vierfache des heutigen Werts.
Langfristiger Ausblick für Unternehmen und Projektentwickler
Der Netzausbauplan wird gemäß § 14d Energiewirtschaftsgesetz alle zwei Jahre erstellt. Grundlage sind Regionalszenarien, die die erwartete Entwicklung von Stromerzeugung und -verbrauch auf Basis der energie- und klimapolitischen Ziele beschreiben.
Der Plan gibt Unternehmen und Projektentwicklern Orientierung und Transparenz über den langfristigen Entwicklungsbedarf des Netzes.
Ob und wann die einzelnen Maßnahmen umgesetzt werden, hängt unter anderem von der tatsächlichen Entwicklung von Stromerzeugung und -verbrauch, den regulatorischen Rahmenbedingungen und den erforderlichen Genehmigungen ab. Der ausgewiesene Bedarf ist daher noch keine verbindliche Bau- oder Investitionsentscheidung für einzelne Projekte.
Der Netzausbauplan ist auf der Plattform VNBdigital abrufbar.
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Voller Energie. Für die Menschen in der Region.
Als eines der größten regionalen Energieversorgungsunternehmen Deutschlands bringt die Avacon-Unternehmensgruppe Energie genau dorthin, wo Millionen Menschen sie brauchen. Schnell, zuverlässig, effizient und umweltfreundlich.
Wir sind Partner für regionale Energielösungen in den Bereichen Strom, Gas, Wasser, Wärme, Kälte, Mobilität und Beleuchtung. Über unsere intelligenten Energienetze verbinden wir Menschen von der Nordseeküste bis Südhessen, von der niederländischen Grenze bis nach Sachsen-Anhalt mit Energie. Darüber hinaus plant, baut und betreibt die Unternehmensgruppe moderne und leistungsstarke Glasfasernetze.
Mit über 3.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon 354 Auszubildende, Studierende und Praktikanten, ist die Avacon-Unternehmensgruppe einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Region und damit ein relevanter Wirtschaftsfaktor. 1,57 Milliarden Euro fließen direkt oder indirekt in Form von Steuern, Aufträgen und Löhnen in den regionalen Wirtschaftskreislauf. So leisten wir einen Beitrag zum wirtschaftlichen Wachstum und setzen Impulse für die Unternehmen in der Region.
Avacon ist Teil des E.ON-Konzerns, zugleich aber auch stark kommunal geprägt. Mehr als 200 Kommunen und Landkreise halten 38,5 Prozent der Anteile an Avacon.